Mittwoch, 3. Oktober 2012

MOTTOFAHRT EIN VOLLER ERFOLG

Zum Auswärtsspiel der Roten Teufel bei Dynamo Dresden gab es eine gemeinsame Anreise der FCK-Fans. Organisiert wurde diese Aktion ausschließlich von den Ultras. Wir sprachen mit einem der Organisatoren von den „Frenetic Youth“ über die Idee, die Umsetzung und weitere Aktionen dieser Art.

Zum Spiel in Dresden gab es eine gemeinsame Anreise vieler Fans. Was genau steckte hinter der Aktion?

In mehreren Wochen Planungszeit haben wir unter dem Motto "Let`s go Betze!" eine Bustour für die gesamte Fanszene zum Auswärtsspiel nach Dresden auf die Beine gestellt. Die Idee dazu gab es schon in der Sommerpause, nachdem der Rahmenspielplan veröffentlicht wurde. Nach der fixen Terminierung wurden unsere Pläne dann konkreter, sodass wir am Spieltag selbst mit insgesamt sieben Bussen mit mehr als 350 Fans unterwegs waren. Dazu kamen einige Busse, 9er und PKW`s die sich der Kolonne auf der über 500 km langen Strecke angeschlossen haben. Außerdem gab es ein Mottoshirt für alle FCK Fans in Dresden, damit der Gästeblock ein gutes Bild abgibt und Geschlossenheit demonstriert.


Zu jedem Auswärtsspiel werden ja von den Fans Busse organisiert. Was war bei dieser Fahrt das Besondere?

Besonders war wohl, dass wir als Ultraszene eine Fahrt für jeden Interessierten FCK-Fan angeboten haben und nicht nur für die eigenen Fangruppen und das Umfeld. Die Fahrt wurde von der „Generation Luzifer“, dem „Pfalz Inferno“ und uns „Frenetic Youth“ organisiert. Da eine Bustour in dieser Größenordnung für alle Neuland war, gestaltete sich die Planung als eine große Herausforderung, der man sich aber gerne stellen wollte.


Und welche Ziele habt ihr mit dieser Aktion verfolgt?

Unser Ziel war ganz klar, das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Fanszene wieder zu stärken und ein Stück weit zusammenzurücken. Vor allem in der 2. Liga und in Zeiten des zunehmenden Sicherheitswahnsinns ist eine geeinte Fanszene sehr wichtig für den Verein und auch für sich selbst. Solche gemeinsamen Aktionen
schweissen alle Fans unterschiedlicher Coleur und Altersklassen zusammen.


Wo lagen die größten Probleme bei der Organisation?

Das Schwerste für uns war abzuschätzen, wie die Resonanz sein wird und die Anmeldungen laufen. Dementsprechend mussten teilweise recht kurzfristig Busse organisiert, Flyer gedruckt, E-Mails geschrieben werden und so weiter. Ansonsten war die Getränke- und Essensversorgung für so viele Mitfahrer, die wir ebenfalls selbst organisierten, eine kleinere Herausforderung, die aber auch gemeistert wurde.

Wie lautet Euer Fazit?

Die Tour war im Nachhinein ein voller Erfolg. Die Zahl der Anmeldungen überstieg unsere Erwartungen definitiv. Natürlich stellten wir für alle Mitfahrer ein paar Verhaltensregeln auf. Klar war zum Beispiel, dass wir kein Diebstahl oder Zerstörung auf Raststätten dulden wollten, damit wir die Tour vernünftig und ohne Ärger über die Bühne bekommen. Erfreulicherweise hielten sich alle Mitfahrer an die Regeln und begegneten
der ganze Sache mit einer gesunden Portion Respekt. Und den Fans, die dabei waren, hat es auch Spaß gemacht. Die Rückmeldungen im Anschluss waren ausschließlich positiv.


Gab es auch etwas, das nicht so gut lief?

Das Fahren in einer Kolonne gestaltete sich leider etwas chaotisch, da wir bei verschiedenen Busunternehmen Busse buchen mussten und die Fahrer leider ihren eigenen Kopf hatten was Pausenzeiten etc. angeht. Ärgerlich war zudem, dass ein Bus unterwegs kaputt gegangen ist. Für die Besatzung musste also kurzfristig Ersatz organisiert werden. Glücklicherweise haben es aber alle Mitfahrer noch pünktlich zum Anpfi ff ins Stadion geschafft. Schade war jedoch, dass sich nicht alle individuell anreisenden Fans in Dresden ein Mottoshirt gekauft haben. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass dies mit 10 € recht günstig war. Da hätten wir schon mit etwas mehr Resonanz gerechnet, schließlich gibt eine solche Aktion immer ein gutes Bild ab.


Wird es gemeinsame Aktionen dieser Art künftig öfters geben?

Da auf der gesamten Fahrt alles sehr gut geklappt hat und sich alle Mitfahrer an die Spielregeln gehalten haben, sind wir guter Dinge, so eine Tour nochmals auf die Beine stellen zu können. Da auch finanziell am Ende alles gepasst hat, spricht eigentlich nichts gegen eine Wiederholung in der Rückrunde. Zu welchem
Spiel wird man noch sehen. Die Mottoshirts ergaben ein tolles Bild im Stadion.


Wurde beim Verkauf Gewinn erzielt und was geschieht mit diesem Geld?

Selbstverständlich wurde aus dem Verkauf der T-Shirts ein kleiner Gewinn erzielt. Dieser wird in naher Zukunft zweckgebunden an den FCK gespendet. Denkbar wäre eine Spende an das Nachwuchsleistungszentrum „Fröhnerhof". Hingegen fl eßt der Gewinn aus dem Verkauf des Essens und der Getränke zurück in die Kurve in Form von Choreographien etc.

Das Interview ist erschienen im Stadionheft des 1. FC Kaiserslautern e.V. zum Spiel gegen den MSV Duisburg: Hier gehts zum Magazin als Download
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