Dienstag, 18. September 2012

Rückblicke auf die 3. Fanversammlung

Zwei Rückblicke auf die 3. Fanversammlung vom vergangenen Wochenende:

Sachliche Diskussionen bei der Fanversammlung

Rund 250 FCK-Anhänger folgten der Einladung der Fanbetreuung, um sich am Samstag, 15. September 2012, bei der regelmäßig stattfindenden Fanversammlung in der Karlsberg-Fanhalle Nord auszutauschen und ihre Fragen direkt an die Vorstände Stefan Kuntz und Fritz Grünewalt zu richten.

Nach einer kurzen Begrüßung ging der FCK-Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz zunächst auf die aktuelle sportliche Situation und die Transferpolitik des Vereins ein. Ebenfalls thematisiert wurden das neue Fangnetz vor der Kurve oder den im Sommer stattgefundenen sogenannten „Sicherheitsgipfel“ in Berlin, bei dem die Vorstände der Vereine aus den ersten drei Ligen mit den Innenministern zusammen trafen. Nach der Besprechung der Themen Stadionverbote, Ausbau des Nachwuchsleistungszentrum auf dem Fröhnerhof und künfitge Nutzung von Platz vier, folgten noch zahlreiche Fragen der Fans.

Nachdem alle Fragen beantwortet waren, blickte die Fanbetreuung auf die Tätigkeiten und Ereignisse in den letzten Monaten zurück. Hier konnten in der jungen Vergangenheit zahlreiche Verbesserungen für die Fans angestoßen werden, wie zum Beispiel die Organisation von Sonderzügen oder günstigen ICE-Fahrten zu Auswärtsspielen. Die im Zuge des neuen Fankonzeptes geschaffenen Strukturen haben entscheidend dazu beigetragen, dass die Fanbetreuung mittlerweile auch kurzfristig reagieren kann, wie zum Beispiel im Frühjahr, als bereits einen Tag nach dem Spiel gegen Mainz eine Aussprache zwischen Fans und Mannschaft organisiert wurde. Weiteres Beispiel für eine schnelle und angemessene Reaktion, sind die Aktionswochen „Rot-weiß-bunt", welche gemeinsam mit dem Fanprojekt nach einem rassistischen Zwischenruf während einer Trainingseinheit der Roten Teufel realisiert wurden und vor kurzem mit dem Julius-Hirsch-Preis vom DFB ausgezeichnet wurden.

Unter dem letztem letzem Punkt der Tagesordnung „Diskussion – Ideen – Meinungen“ fiel die Vorstellung eines Konzeptes durch Vertreter von drei Fangruppen, welches in den oberen Bereichen der Westkurve die Schaffung eines „Stimmungszentrums“ vorsieht. Bevor in den kommenden Wochen und Monaten an einer konkreten Umsetzung mit dem Verein gearbeitet werden soll, diente die Fanversammlung dazu, ein Meinungsbild unter den Fans einzufangen. Nach zahlreichen Fragen an die Initiatoren dieses Projektes zeigte sich die große Mehrheit der anwesenden Anhänger für die Umsetzung des Vorschlags. In den nächsten Wochen gilt es nun, eine praktische Umsetzung zu prüfen und zu erarbeiten. Der FCK-Fanbeauftragte Christoph Schneller betonte in diesem Zusammenhang auch die Schwierigkeit für Verein und Fanbetreuung, die unterschiedlichen Meinungen und Ansprüche aller Fans zu vereinen und diesen gerecht zu werden. Genau um diese Schwierigkeit zu meistern, sucht der Verein über seine Fanbetreuung den Dialog mit den Anhängern, der unter anderem durch die Fanversammlung gebündelt wird.

Fanbeauftragter Christoph Schneller zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ablauf der Fanversammlung: „Es herrschte eine sehr gute Atmosphäre und alle Diskussionen verliefen sehr sachlich. Gerade bei Themen, die großen Einfluss auf die Kurve oder für die Fans haben, erachten wir es als sehr wichtig, diese Abseits der Spieltagsemotionen in einem angemessenen Rahmen persönlich und konstruktiv zu diskutieren.“

Quelle: www.fck.de



Fanversammlung: Große Mehrheit für Stimmungszentrum

In der Nordtribüne des Fritz-Walter-Stadions fand am heutigen Samstag die halbjährliche Fanversammlung statt. Rund 200 Anhänger des 1. FC Kaiserslautern diskutierten ihre Themen mit dem Vorstand und der Fanbetreuung.

Den Beginn der Veranstaltung bildete eine Fragerunde mit den beiden Vorstandsmitgliedern Stefan Kuntz und Fritz Grünewalt. Angesprochen wurden unter anderem die allgemeine Situation im Verein, aber auch bundesweite Themen wie der Sicherheitsgipfel in Berlin. Dieses Treffen der Vereinsbosse mit dem Innenminister bezeichnete Kuntz als eher symbolische Veranstaltung und entgegnete damit dem Vorwurf, dass nur über statt mit den Fans gesprochen wurde. Es sei darum gegangen, den Zusammenhalt der Klubs hervorzuheben und Handlungsfähigkeit zu beweisen, um die Politik zu beruhigen. Den Dialog mit den Fans suchen die Vereine unterdessen individuell, so der Vorstandsvorsitzende.

Die neuen Fangnetze im Fritz-Walter-Stadion seien auf Auflagen und die Mindestanforderung der DFL zurückzuführen - da hier noch Fragen offen blieben, kündigte Kuntz an, auf der FCK-Homepage nochmals eine ausführliche Darstellung inklusive Quellenangaben zu diesem Thema zu veröffentlichen. Zu den offenen Fragen war es unter anderem gekommen, weil im von Kuntz zitierten Stadionhandbuch der DFL nur ein Fangnetz in Strafraumbreite gefordert wird, die neuen Netze in Kaiserslautern aber über die gesamte Breite und Höhe der Hintertortribünen reichen.

Weitere Themen waren das Nachwuchsleistungszentrum, das Hallenturnier in Mannheim, die Spielterminierungen, die Fortsetzung des im letzten Jahr begonnenen „Dialog Stimmung“ und natürlich die sportliche Situation des Vereins. Hier blickte Stefan Kuntz optimistisch in die Zukunft („man kann davon ausgehen, dass morgen der erste Heimsieg folgt“), mahnte aber auch zu realistischen Erwartungen an die neuformierte Mannschaft.

Im zweiten Teil der Versammlung blickte die Fanbetreuung auf die Projekte und Ereignisse der letzten Monate zurück. Seitens der Fanvertretung wurden die Aktivitäten im Internet (Homepage, Facebook usw.) ausgebaut, zu den Auswärtsspielen wurden regelmäßig Sonderzüge und ICE-Fahrten angeboten und in heiklen Situationen wie nach dem Spiel in Mainz (Aussprache mit der Mannschaft, Beleidigungen gegen Itay Shechter) wurden entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Für die antirassistischen Aktionen in den nachfolgenden Tagen erhielt beispielsweise jüngst das Fanprojekt Kaiserslautern den mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Julius-Hirsch-Preis. Der Fanbeirat hat unterdessen die regionalen Aktivitäten vom Fanspiel über Sommerfeste bis zur Weihnachtstombola fortgesetzt.

Als Abschluss der Fanversammlung folgte - wie üblich - eine offene Diskussionsrunde der Fans. Im Mittelpunkt stand dabei der von den Ultragruppen „Pfalz Inferno“, „Frenetic Youth“ und „Generation Luzifer“ eingebrachte Vorschlag, ein Stimmungszentrum im Herzen der Westkurve zu etablieren (siehe u.a. Interview auf „Der Betze brennt“). Vertreter der drei Gruppen stellten ihre dahinter stehende Idee vor und betonten dabei die Kommunikationsbereitschaft sowie die extra lang gewählte Anlaufzeit von fast einem Jahr: Kein Fan soll von seinem angestammten Platz vertrieben werden, weitere Fragen werden jederzeit beantwortet, gemeinsames Ziel ist die nachhaltige Verbesserung der Stimmung bei Heimspielen. Es folgte eine kurze, sachliche Diskussion, in der weitere Befürchtungen der fragenden Fans aufgegriffen wurden, etwa zu den Themen Vorsänger oder Sichtbehinderungen. Nachdem auch der Verein seine grundsätzliche Unterstützung - unter Berücksichtigung aller individuellen Interessen - des neuen „Stimmungszentrums“ zusagte, wurde dann über den Vorschlag abgestimmt: Der Zusammenschluss in der Mitte der Westkurve wurde mit großer Mehrheit der rund 200 Fans befürwortet, etwa zehn Stimmen verteilten sich auf Enthaltungen und Ablehnungen.

Weitere Themen wurden nicht angesprochen. Nach zwei Stunden war somit die dritte große Fanversammlung des 1. FC Kaiserslautern auch schon wieder vorbei und die Anhänger machten sich auf den Heimweg - nur um morgen bereits wiederzukommen, wenn die Roten Teufel zum 5. Spieltag den MSV Duisburg empfangen (Sonntag, 13:30 Uhr).

- Fotogalerie: Dritte Fanversammlung in der Nordtribüne

Quelle: Der Betze brennt
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