Mittwoch, 5. September 2012

Lauterer Fanprojekt erhält Julius-Hirsch-Preis

DFB vergibt Julius-Hirsch-Preis für Faninitiativen

Drei im Fanbereich angesiedelte Initiativen aus Kaiserslautern, Berlin und Frankfurt erhalten den diesjährigen Julius-Hirsch-Preis des DFB. Bereits zum achten Mal verleiht der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die mit insgesamt 20.000 Euro dotierte Auszeichnung in Gedenken an den in Auschwitz ermordeten deutschen Nationalspieler jüdischen Glaubens. Eine prominent besetzte Jury entschied Anfang der Woche über die Preisträger.




Mit dem Julius-Hirsch-Preis 2012 wird das Fanprojekt Kaiserslautern ausgezeichnet. Die Jury würdigte das vorbildliche und entschlossene Vorgehen des Fanprojekts nach Bekanntwerden von antisemitischen Anfeindungen gegen den israelischen Nationalspieler und ehemaligen FCK-Spieler Itay Shechter. Der Vorfall, in dem eine kleine Gruppe von Zuschauern während eines Trainings rechtsradikale Parolen gegrölt und den Spieler beleidigt hatte, sorgte Anfang dieses Jahres für internationale Aufmerksamkeit.


Während sich die Verantwortlichen des 1. FC Kaiserslautern direkt von den Äußerungen distanzierten und juristische Schritte gegen die Täter einleiteten, handelte auch das Fanprojekt unmittelbar. Schon beim darauf folgenden Heimspiel wurde eine Fahne in der Kurve gehisst, die unter dem Vereinswappen die Flaggen sämtlicher Herkunftsländer der FCK-Profis zeigte. Innerhalb nur weniger Wochen organisierte das Projekt darüber hinaus die "rot-weiß-bunten-Aktionswochen", eine Ausstellung und mehrere Vorträge und Diskussionsrunden zum Thema Rechtsradikalismus und Antisemitismus, im Fritz-Walter-Stadion.

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Quelle: www.dfb.de
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