Freitag, 17. August 2012

Pressemitteilung der Fanbeauftragten

Der deutsche Fußball ist in seinen professionellen Strukturen ein Vorbild für ganz Europa. So wird die UEFA beispielsweise ab der kommenden Saison von allen Vereinen die Einrichtung einer Stelle als offizieller Fanbeauftragter. Eine Position, die so bisher nur in Deutschland existiert. Fanbeauftragte und Fanprojekte sind mit ihrer Ausstattung und dem Expertenwissen einmalig in Europa und inzwischen Vorbild für die UEFA und viele weitere Verbände.


Alleine die Liga-Vereine investieren jedes Jahr 25 Mio. EUR in die Sicherheit ihrer 18,8 Millionen Zuschauer. Zusammen mit Ordnungsdiensten und Polizei sorgen die Fan- und Sicherheitsbeauftragten der Vereine Woche für Woche für Sicherheit in den Stadien. In Deutschland gibt es niemanden, der so viel Erfahrung mit Sicherheitsaspekten bei Großveranstaltungen hat wie die deutschen Proficlubs. Wer zum Fußballspiel in eines unserer Stadien kommt, kann sich sicher fühlen. Bei sachlicher Analyse der Fakten gibt es keinen Grund für das Schüren von Ängsten und Unsicherheiten. Zwischenfälle sind Einzelfälle, werden aber aufgrund der hohen Medialität unseres Sports zigfach über Bilder und Fernsehen transportiert. Jeder einzelne Vorfall wird Woche für Woche professionell und sorgfältig analysiert und zusammen mit unseren Ordnungsdiensten und der Polizei in verbesserte Abläufe überführt.

Alle Vereine sind sich ihrer Verantwortung bewusst und handeln entsprechend. Die Clubs tauschen sich regelmäßig aus, um aus den Erfahrungen aller zu lernen und die Sicherheitsmaßnahmen weiter zu verbessern. Im Rahmen ihrer letzten Tagung haben die Fanbeauftragten der Vereine auf der Vollversammlung in Hamburg erneut best practice-Konzepte präsentiert. In Arbeitsgruppen wurde über die Zukunft der Fanarbeit ebenso diskutiert wie über die Geldstrafen der Verbände und einen möglichen Fankodex. Seitens der Fanbeauftragten gab es in diesem Zusammenhang ein ganz klares Bekenntnis zu Stehplätzen. Die Teilnehmer fordern auch die Verbände und die Politik auf, sich deutlicher zur Stehplatzkultur in Deutschland zu bekennen. Die Stehplätze gehören zur Fankultur, in vielen europäischen Ländern werden wir um diese Stehplätze beneidet!

Fan- und Sicherheitsgipfel müssen auch weiterhin mit allen Experten auf Augenhöhe stattfinden. Fanbeauftragte und Fanprojekte sind mit ihrer Ausstattung und dem Expertenwissen einmalig in Europa und inzwischen Vorbild für die UEFA und viele Länder. Die Fanbeauftragten sprechen sich klar gegen populistische Droh- und Verbotsszenarien in der politischen Diskussion aus. Diese dien(t)en in erster Linie der Effekthascherei und tragen zur Verunsicherung in der Fanszene bei. Der wichtige sachliche Dialog mit Fans, Vereinen, Politik, Polizei und Öffentlichkeit wird durch diese Form des Populismus sabotiert. Die Fanbeauftragten sind an einer faktenbezogenen Diskussion interessiert und halten den Dialog mit den Verbänden offen.

Quelle: www.fck.de
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