Freitag, 24. Februar 2012

FCK-Fans als Schaffner und Barmann

Wenn Fans von Bundesligisten mit dem Sonderzug zu Auswärtsspielen ihrer Mannschaft reisen, sind demolierte Züge keine Seltenheit. Ganz anders ist das, wenn die FCK-Fans mit dem Sonderzug auf Reisen gehen. Sie organisieren ihre Fahrten selbst und tragen zudem Sorge, dass nichts zerstört wird.

"Von Fans für Fans" lautet das Grundprinzip der Züge. Das heißt: Vom Kartenverkauf im Vorfeld über Getränkeausschank im Zug bis zu Kontrollgängen durch die Waggons organisieren die Fans ihre Fahrt mit dem Zug selbst.Die Fäden laufen bei der Fanbetreuung des FCK zusammen, die zwei Dutzend Leute, die sich in einer extra gegründeten Projektgruppe engagieren, arbeiten ehrenamtlich. "Das funktioniert sehr gut. Im Zug wird ganz selten mal was kaputt gemacht, größere Schäden hatten wir noch nicht. Die Identifikation der Fans mit dem Zug ist sehr groß", sagt Christoph Schneller, Fanbeauftragter des FCK.

Seit Oktober 2009, der FCK spielte damals noch in der Zweiten Liga, fahren die Sonderzüge in Eigenregie der Fans. In Kooperation mit der DB Regio Rhein-Neckar. In Kaiserslautern geht die Fahrt los, gehalten wird in Neustadt und Ludwigshafen, dann geht es ohne Halt direkt zum Zielbahnhof. Zwischen 580 und 770 Fans fahren pro Spiel in dem Zug mit, sagt Schneller. Zu einem äußerst attraktiven Preis. Zehn Euro kostet die Fahrt im Schnitt pro Kopf und Nase. Die Fanbetreuung orientiert sich dabei an den Preisen, die beim Kauf eines Wochenendtickets der Bahn gezahlt werden müssen: Wenn eine Gruppe von fünf Leuten fahre, koste das pro Kopf acht Euro. Für zwei Euro mehr gebe es im FCK-Zug enorme Vorteile. Er fahre durch, es gebe kein Umsteigen, er sei weitaus schneller als Nahverkehrszüge. 


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